Bücher.
Früher, als ich noch in der Schule war, habe ich viele Bücher gelesen. Von Stephen King zu Akif Pirinçci über Agatha Christie, die üblichen Schullektüren wie Faust oder Maria Stuart, sogar im Konz habe ich geblättert. Mit der Ausbildung hat das Lesepensum nachgelassen. Nach dem Umzug, der immer noch mehr oder weniger von Statten geht, wurde es immer weniger. Ab und an kam ein Buch aus Er. mit nach Sc., lag dann einsam und verlassen zwischen den Zeitschriften am Couchtisch oder auf einem Regal.
Ein Bücherregal habe ich immer noch nicht, die Bücher stehen zwischen Chemiebüchern, dem bayrischen Kochbuch und Handy-Gebrauchsanleitungen im Bücherregal von Y. und meine Lektüre waren immer öfter DEFINITIVE Frauenromane, die die Mutter von Y. hier liegengelassen hat – und trotzdem bietet mir Amazon seit über 3 Jahren immer wieder Bücher an, die mich interessieren könnten.
So muss ich auch auf “Jagdzeit” von Claudia Toman, einer Autorin aus Wien, gekommen sein, mein Beitrag für Verenas EU Book Contest 2010
„Tief im Wald wirst Du finden, was Du suchst!“
Wünschen kostet nichts? Je weiter Olivia in den Wald vordringt auf der Suche nach jener magischen Quelle, die angeblich jeden Wunsch erfüllt, desto größer wird ihre Angst. Denn der Wald birgt dunkle Geheimnisse. Etwas lauert zwischen den Bäumen, verfolgt ihre Spur, nimmt ihre Fährte auf. Ein gefährliches Spiel um Leben und Tod beginnt. Doch ein Zurück gibt es nicht. Denn Magie hat nicht nur ihren Preis – sie ist auch unwiderstehlich!
Ich muss zugeben, der Klappentext ist verlockend, aber ich wurde damit auf eine vollkommen falsche Fährte geführt und nach den ersten Seiten des Buches war ich ziemlich enttäuscht, dass ich einen offensichtlichen Bridget-Jones-Verschnitt (Frauenroman, PMS-gesteuerte Protagonistin, man kann es nennen wie man mag) erwischt habe.
Zum Inhalt selbst – ich möchte allerdings nicht zuviel verraten:
Die Geschichte spielt sich in drei Handlungssträngen ab. Zum einen Olivias Suche nach dem richtigen Mann (ein Blind Date im Bergdorf) und ihre Bekanntschaft mit einem Herren namens Adrian Alt, und zum anderen ihre Reise durch den Wald inklusive Waldtieren, Bäumen und Wasser. Für alle, die es nicht kapiert haben: Das ist der Handlungsstrang, der quasi im Klappentext angesprochen wird, der mystische, der fantastische, der… ok.
Der dritte Handlungsstrang beschäftigt sich mit den Geschehnissen im Dorf – Todesfälle von Kindern, Dorfchroniken und den Leuten, die dort wohnen, alle Handlungsstränge im steten Wechsel.
Aufgegeben habe ich trotz der frühen Dominanz von “Frauencontent” nicht und mich mit den ständig wechselnden Perspektiven und den ständig auftauchenden Gejammere der Protagonistin Olivia abgegeben, bis ich irgendwann durch war und ja -
Im Nachhinein betrachtet eine gute Geschichte mit einigen Minuspunkten (wie gesagt, Charaktergestaltung, ich habe auch jemanden vermisst, auf den man seinen ganzen Hass projizieren konnte
) und am Ende stehe ich immer noch ohne ein definitives Fazit – obwohl ich das Buch zwischenzeitlich ein zweites Mal gelesen habe – da. Es lässt sich eben nicht richtig einordnen, eine Empfehlung lässt sich aber auf jeden Fall für die Leute aussprechen, die zwischendrin einfach mal abschalten wollen. Und können, wenn es wieder heißt:
Teil eins: Die Frau in der Wildnis. Kapitel eins: Die Monatsblutung.
Frauenroman.








Ha. ha.