Ich glaube, dass mir Feigen bis vor ein paar Jahren als Frucht ziemlich unbekannt waren (meine Familie erinnert sich vielleicht besser als ich, wie ich zu Feigen stand – war früher genäschiger…), aber seit einiger Zeit haben es mir Feigen angetan. Zum einen schmecken sie sehr gut im Naturjoghurt (+ etwas Honig) und zum anderen gefallen mir die Bäumchen sehr – das Problem ist wohl, dass in den hiesigen Breitengraden ein Anbau problematischer ist wegen der deutlich kühleren Winter.
Mittlerweile gibt es Feigen aber sehr oft im Baumarkt und irgendwann, nach einiger Überzeugungsarbeit (die Überwinterung ist das Problem, so groß ist unsere Wohnung leider nicht) bekam ich meinen ersten Feigenbaum. “Baumarkt” (Art unbekannt) hat auch schon erste Früchte im letzten Jahr getragen und lasst euch nicht von dem Foto täuschen: Im Hintergrund steht die Walnuss, “Baumarkt” ist auch ziemlich “gagglig”, was auch auf Y.s Schneidebestrebung zurückzuführen ist, die ich nicht immer gutheiße… liegt eventuell in der Familie, mein Sommerflieder kann ein Lied davon singen. Er hat striktes Verbot die Triebe unten zu schneiden. Muss mir noch überlegen, was ich damit mache…
Die zweite Feige zog vor ein paar Wochen hier ein – ein Versuch, wenn man es so sehen will. Die Art ist mir bei meinen Recherchen nach “winterhärteren” Feigen untergekommen, es ist eine Brown Turkey und sie ist mein erster Freilandfeigen-Versuch. Wie man sieht ist sie nicht die Größte, aber das wird vielleicht noch… der Platz ist auf jeden Fall schön sonnig, ich hoffe, die Nähe zur Kante macht keine Probleme. Oder die Wühlmäuse, die in dem Beet leben…
Im Hintergrund sieht man übrigens zwei Eimer mit Y.s diesjährigen “Pflanzen des Jahres” – Typhonium venosum und Co., Aronstabgewächse.
Lustigerweise wurde ich von einem Arbeitskollegen in das Duft-Dilemma gerissen.
Gestern kamen die nächsten zwei Feigen mit Y. aus dem Harz zurück. Zwei Arten, die etwas “schwieriger” zu finden waren und ein Versand schied aus, da wir zu dem jetzigen Zeitpunkt den Mindestbestellbetrag nicht zusammenbekommen haben.
Also musste Y. in den Harz fahren (und wandern) und natürlich die Feigen holen… im Nachhinein war das die richtige Entscheidung, da man noch “handeln” konnte:
Ronde de Bordeaux
(links von ihr Apios americana, Y.s Mitbringsel für sich)
Pastiliere
Jetzt heißt es Daumen drücken, dass alle vier gut wachsen, vor allem die Ronde, die sieht wirklich sehr traurig aus.